Pressemitteilung

Heller und freundlicher
Rathaussaal wird nach umfangreicher Renovierung wieder genutzt

                                                                                 
Wenn man den Ratssaal einer Kommune als Repräsentationsraum betrachtet, dann ist der Gröditzer Saal dieser Funktion schon eine Weile nicht mehr gerecht geworden. Und auch als Raum, in dem der Rat und seine Ausschüsse arbeiten, war er nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Das hat sich in den vergangenen 13 Wochen grundlegend geändert.
Unübersehbar war schon seit einer ganzen Weile, dass das Parkett an der Grenze seiner Strapazierbarkeit angekommen war. Da lag es nahe, sich gleich Gedanken um den gesamten Ratssaal zu machen. Spätere Maler- oder Installationsarbeiten würde man zurecht als  Schildbürgerstreich verstehen. Wie schwer so manche Entscheidung bei der Farbgestaltung gewesen sein mag, kann man nachempfinden, wenn man Fotos vom »nackten« Ratssaal ohne Möbel und Tapete sieht. Im Haus hat man sich nicht nur für neue Heizkörper entschieden, sondern auch Abschied von der Holzverkleidung genommen. Die war vor zwei Jahrzehnten sicher eine Zierde, aber sie hüllte auch die Heizkörper ein und war für die Heizkosten ein nicht unerheblicher Faktor. Dass hier ein Einsparpotenzial liegt, war schon während der Renovierungsarbeiten zu bemerken.
Geordnet wurde auch die Farbenvielfalt im Saal. Von Grau bis Rosa und Rot reichte sie bisher - jetzt sind es neben schlichtem Weiß noch ein paar Gelbtöne, abgesehen von den drei großen Bildern unter der Decke an der Eingangsseite.
Der große Ratstisch hat im Feuerwehrgerätehaus einen neuen Platz gefunden. Er bestand lediglich aus drei Teilen, trug seinen Teil zu den beengten Platzverhältnissen bei und ließ keine andere Nutzung des Saales als eben die als Beratungsraum zu. Um den neuen, aus mehreren Teilen bestehenden Tisch gruppieren sich ebenfalls neue Stühle für die Ratsherren und die Besucher. Diese Möbel sind so konstruiert, dass sie das Parkett nicht wieder kurz- und mittelfristig in Mitleidenschaft ziehen. Das bedeutet aber auch, dass nun nicht mehr andere Stühle in den Ratssaal geräumt werden, wenn zu den Beratungen viele Gäste wollen. Insgesamt finden hier nun 40 (bisher 50) Besucher Platz.
Der Vergangenheit gehört nun auch die Präsentation von Tabellen oder Schriftstücken mittels Folien an. Während der Renovierung wurde ein Beamer installiert, so dass Texte und Bilder nun über auf CD gespeicherte Daten abgerufen werden können.
Verschwunden ist im Interesse einer großzügigeren Platzaufteilung die Doppeltür, die den Vorraum des Saales vom Flur abtrennte.
Im Zuge der Arbeiten wurde auch ein neues Beleuchtungskonzept umgesetzt, das auf einige Strahler und Leuchten am Rande verzichtet, ohne wichtige Funktionen zu vernachlässigen.
An den Arbeiten waren neben dem städtischen Bauhof die Firmen Henry Wendt, Thomas Ackermann, DieBo, Computer Freitag, Glaserei Rastig, Parkettlegermeister Ingolf Berger (Elsterwerda) und das Qualifizierungszentrum beteiligt.

(Aus: »Gröditzer Stadtzeitung« Nr. 02/2006)


 


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