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Gaststättengewerbe anzeigen


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Allgemein

Gaststättenerlaubnis

Wenn Sie ein Gaststättengewerbe mit Alkoholausschank betreiben wollen, benötigen Sie eine Erlaubnis. Ein Gaststättengewerbe betreiben Sie, wenn Sie im stehenden Gewerbe

  • Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle verabreichen (Schankwirtschaft) oder
  • zubereitete Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle verabreichen (Speisewirtschaft) und
  • der Betrieb allen oder bestimmten Personenkreisen zugänglich ist.

Um ein Gaststättengewerbe handelt es sich ferner, wenn Sie diese Tätigkeiten als selbstständige Gewerbetreibende oder selbstständiger Gewerbetreibender im Reisegewerbe ausüben und die Betriebsstätte für die Dauer der Veranstaltung ortsfest ist (z.B. Kiosk).

ACHTUNG! Bei Personengesellschaften, die als solche nicht selbst erlaubnisfähig sind (GbR, KG, OHG), benötigt jeder geschäftsführende Gesellschafter die Erlaubnis.

HINWEIS: Die Erlaubnis kann auch unter Auflagen erteilt werden.

MEHR ZU DIESEM THEMA:

  • Hotellerie und Gastronomie (Kapitel in Amt24)

Vorläufige Gaststättenerlaubnis

Wenn Sie eine Gaststätte mit Alkoholausschank übernehmen wollen, können Sie auch eine vorläufige Konzession beantragen. Diese gilt in der Regel für drei Monate. Die Gaststätte muss dazu räumlich und im Betrieb unverändert von der Vorgängerin oder vom Vorgänger übernommen werden und darf nicht länger als ein Jahr geschlossen gewesen sein.

Erlaubnisfreie Bewirtung

Keine Erlaubnis benötigen Sie für das Verabreichen von

  • alkoholfreien Getränken,
  • unentgeltlichen Kostproben,
  • zubereiteten Speisen oder
  • Getränken und zubereiteten Speisen an Hausgäste in Verbindung mit einem Beherbergungsbetrieb.

Auch der Ausschank von selbst erzeugtem Wein und Apfelwein ist erlaubnisfrei. Den Betrieb einer sogenannten Straußwirtschaft müssen Sie jedoch der zuständigen Stelle anzeigen.

DETAILS:

  • "Anzeige einer Straußwirtschaft" (Verfahren in Amt24)

Falls Sie als Gewerbetreibender von einer Niederlassung in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder einem anderen Vertragsstaat des EWR aus vorübergehend selbständig gewerbsmäßig Dienstleistungen erbringen, benötigen Sie dafür keine Anzeige, Erlaubnis, Genehmigung oder ähnliches.

Stelle

Die Erlaubnis zum Betrieb eines Gaststättengewerbes können Sie auch über den Einheitlichen Ansprechpartner bei der Landesdirektion Leipzig beantragen.

DETAILS:

  • Beauftragung des Einheitlichen Ansprechpartners Verfahren in Amt24

Die Erlaubnis erteilt die am Ort des Gaststättenbetriebes zuständige Gewerbebehörde.

  • Stadt Gröditz - Ordnungsamt

Verfahrensablauf

Gaststättenerlaubnis

Sie müssen den Antrag schriftlich stellen. Das Formular "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 2 GastG" beziehungsweise "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 GastG" liegt bei der zuständigen Stelle aus. Je nach Angebot der Behörde können Sie das Formular auch im Internet abrufen: FORMULAR:
  • Liste "Formulare/Online-Dienste"
Im Rahmen des Erlaubnisverfahrens wird Ihr Antrag und die dazugehörigen Unterlagen von der zuständigen Stelle überprüft. Andere, ebenfalls beteiligte Behörden werden von der zuständigen Stelle zur Stellungnahme aufgefordert. Bei einem positiven Ergebnis des Erlaubnisverfahrens wird Ihnen eine Gaststättenerlaubnis erteilt. Diese wird Ihnen entweder persönlich übergeben oder zugeschickt. Sie erhalten zudem einen Gebührenbescheid.

Vorläufige Gaststättenerlaubnis

Der Verfahrensablauf bei der Erteilung einer vorläufigen Gaststättenerlaubnis ähnelt dem des eigentlichen Erlaubnisverfahrens. Der Antrag und die erforderlichen Unterlagen werden von der zuständigen Stelle überprüft. Bei einem positiven Ergebnis des Erlaubnisverfahrens wird Ihnen eine vorläufige Gaststättenerlaubnis erteilt. Sie erhalten zudem einen Gebührenbescheid.

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass
  • für ausländische Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten: zusätzlich Aufenthaltstitel, der zur Ausübung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit berechtigt HINWEIS: Dies gilt auch bei einer vergleichbaren nicht selbstständigen Tätigkeit als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer einer juristischen Person beziehungsweise als Stellvertreter einer natürlichen Person.
  • gegebenenfalls Betreiberkonzept der Gaststätte in Kopie
  • Kopie des Grundrisses der Nutzungsräume beziehungsweise des Architektenplans
  • Pachtvertrag (die Bruttopacht muss erkennbar sein)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes am Wohnortes
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Steueramtes am Wohnort des Antragstellers
  • Auszug aus der Schuldnerkartei des für den Wohnort zuständigen Amtsgerichts

ACHTUNG! Die Unbedenklichkeitsbescheinigungen und den Auszug aus der Schuldnerkartei müssen Sie von den zuständigen Stellen aller Orte vorlegen, wo Sie in den letzten drei Jahren gewohnt beziehungsweise ein Gewerbe betrieben haben.

  • Führungszeugnis DETAILS: "Führungszeugnis beantragen"
  • Unterrichtungsnachweis einer Industrie- und Handelskammer (IHK) (Bescheinigung über die Teilnahme an der Unterrichtung über lebensmittel- und hygienerechtliche Bestimmungen)
  • gegebenenfalls Stellungnahme bezüglich Lebensmittelrecht
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister DETAILS: "Auszug aus dem Gewerbezentralregister"
  • bei juristischen Personen: zusätzlich
    • Auszug aus dem Handels- oder Vereinsregister DETAILS: "Abschrift aus dem Handelsregister beantragen"
    • Kopie des Gesellschaftervertrags beziehungsweise der Satzung
  • wenn Sie das Gaststättengewerbe durch einen Stellvertreter betreiben wollen: Stellvertretungserlaubnis Soll die Gaststätte durch einen Stellvertreter geführt werden, muss die Gaststättenbetreiberin oder der Gaststättenbetreiber die Stellvertretungserlaubnis selbst beantragen. Die Betreiberin oder der Betreiber legt dazu die persönlichen Unterlagen des Stellvertreters vor.
Handelt es sich bei dem Antragsteller um eine juristische Person (beispielsweise AG, GmbH, e.V.), sind die Zuverlässigkeitsnachweise sowohl für die juristische Person (mit Ausnahme des Führungszeugnisses und der Personalpapiere) als auch für die vertretungsberechtigten natürlichen Personen (Geschäftsführerin oder Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Vorsitzende) bei der Antragstellung vorzulegen.

Vorläufige Gaststättenerlaubnis

Bei der Beantragung einer vorläufigen Gaststättenerlaubnis müssen lediglich die Ausweispapiere beziehungsweise bei ausländischen Staatsangehörigen zusätzlich die Aufenthaltserlaubnis, die zur Ausübung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit berechtigt, vorgelegt werden. Die Vorschriften für die Stellvertretung beziehungsweise die Personengesellschaften sind jedoch auch in diesem Fall zu beachten.

Als Nachweis für die Zuverlässigkeit und für geordnete Vermögensverhältnisse von Gewerbetreibenden aus einem anderen MS der EU oder einem anderen EWR-Vertragsstaat sind die Unterlagen als ausreichend anzuerkennen, die im Herkunftsland ausgestellt wurden und die belegen, dass die Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die geordneten Vermögensverhältnisse des Gewerbetreibenden erfüllt werden. Dabei kann verlangt werden, dass die Unterlagen in beglaubigter Kopie und beglaubigter deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Soweit in einer Rechtsvorschrift ein Nachweis darüber verlangt wird, dass  ein Gewerbetreibender gegen die finanziellen Risiken seiner beruflichen Tätigkeit haftpflichtversichert ist, ist als Nachweis eine Bescheinigung über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung, die von einem Kreditunternehmen oder einem Versicherungsunternehmen in einem anderen MS oder Vertragsstaat  ausgestellt wurde als hinreichend anzuerkennen, sofern diese im Wesentlichen zu der vergleichbar ist, die von Inländern verlangt wird (siehe § 13 b GewO).

 

 

Dauer

Die Erlaubnis müssen Sie spätestens mit Aufnahme des Gaststättenbetriebs besitzen.

Kosten

  • für eine Neukonzession: EUR 25 bis EUR 2.000
  • für eine Konzession nach Umbauten: EUR 10 bis EUR 1.000
  • für eine Stellvertretungserlaubnis: EUR 15 bis EUR 300
  • für eine vorläufige Konzession: EUR 15 bis EUR 100

Rechtsgrundlage

Zuständige Dienststelle

Formulare / Onlinedienste

Freigabe

Dieser Text wurde freigegeben durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Stand: 02.04.2011


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