1981 bis heute

Geschnappt mit »Kaltem Schlag«

1981
Es häuften sich Notrufmissbräuche. Es begann die Aktion »Kalter Schlag«, eine Fangaktion, bei der alle Telefonzellen von Kameraden, die mit Handsprechfunkgeräten ausgestattet waren, beschattet wurden. Zwei Schüler aus Pulsen wurden auf frischer Tat gestellt. Sie wurden der Volkspolizei übergeben. Es fand eine Aussprache mit den Schülern, mit Vertretern der Schule, der FFw Gröditz, der VP und der Abteilung Feuerwehr statt. Die Schüler wurden zu je 25 Stunden gemeinnütziger Arbeit verpflichtet.

04.12.1981
Im Dienstzimmer wurde eine Sirenensteueranlage »SAG F1« installiert. Damit konnten alle sechs Sirenen in Gröditz zentral ausgelöst werden.

Einsatzübung am Rathaus anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Betriebsfeuerwehr des Stahlwerkes am 19. September 1982
Einsatzübung am Rathaus anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Betriebsfeuerwehr des Stahlwerkes am 19. September 1982

Sommer 1982  
Erneut mehrere Waldbrände im Bereich des Truppenübungsplatzes.

1983  
In diesem Jahr kam es im Kreis Riesa zu 115 Bränden mit einem Brandschaden von 1,8 Millionen Mark.

10.01.1983  
Die Wehr erhielt einen Schaumbildneranhänger mit einem Fassungsvermögen von 450 Liter Schaumbildner.


Neuorientierung in Wendezeit

1989  
Die Angehörigen der Feuerwehren unseres Kreises schrieben einen Brief an den Minister des Inneren der DDR, in dem sie eine Reihe von Problemen ansprachen: die Unterstellung der Abteilung Feuerwehr unter die Deutsche Volkspolizei, die doppelte Unterstellung der örtlichen Wehren (Abt. Feuerwehr und örtliche Räte), das Fehlen gewählter Führungsstrukturen, mangelhafte materiell-technische Ausrüstung, zu geringe Anerkennung der FFw-Arbeit. Mitunterzeichner des Briefes war unser Wehrleiter Helmut Widule.

1990  
Die Wehrleitung der FFw Gröditz wurde erstmals direkt von den Kameraden gewählt. Im Zuge der Neuorganisation des Brandschutzes wurden die Wirkungsbereichsleitungen aufgelöst. Viele Gesetze, Direktiven und Anweisungen, die die Arbeit der Feuerwehren regelten, waren nicht mehr in Kraft, was die Arbeit in der Wendezeit erschwerte. Die FFw Gröditz wurde Mitglied im neugegründeten Kreisfeuerwehrverband Riesa e.V.

1991  
Die Betriebslöschgruppen, die seit 1973 bestanden, wurden aufgelöst.

13.08.1991  
Die Stadt Gröditz schloss mit den Gemeinden Frauenhain, Pulsen, Nauwalde Spansberg, Nieska und Schweinfurth eine Vereinbarung zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung und anderen Ereignissen, die den Einsatz der Feuerwehren erforderlich machen.

08.10.1991  
Die Betriebsfeuerwehr des Zellstoffwerkes, die am 03.02.1925 gegründet worden war, wurde aufgelöst.

1993  
Die Stadtverordneten beschlossen die Erhebung einer Feuerwehrabgabe in Höhe von 50,00 DM. Abgabepflichtig waren alle männlichen Einwohner zwischen 18 und 50 Jahren, die nicht in der Feuerwehr oder einer Hilfsorganisation, der Polizei, dem Zoll, dem Bundesgrenzschutz oder dem Allgemeinen Vollzugsdienst angehörten.

05.08.1993  
Die Wehr erhielt vom Kreis einen Hilfsrüstwagen auf Robur- Fahrgestell.

Oktober 1993 - Mai 1994  
Die Wehr erhielt insgesamt 38 Alarmmeldeempfänger.

10.08.1994  
Die Freiwillige Feuerwehr Gröditz erhielt ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS auf einem Iveco-Magirus Fahrgestell. Das Fahrzeug wurde vom Bund im Rahmen des Katastrophenschutzes bereitgestellt.

1996  
Neuwahl der Wehrleitung. Wehrleiter wurde Brandmeister Bernd Johne.

26.06.1997  
01.40 Uhr Alarm, Wohnungsbrand auf der Nauwalder Straße 4. Trotz schnellen Einsatzes der FFw Gröditz und umliegender Wehren kamen bei diesen Brand 3 Kinder ums Leben.

1998  
Übergabe eines neuen Löschfahrzeuges LF 16/12 auf MAN 14-224 Fahrgestell.

26.09.-13.11.1999  
Die Fahrzeughalle wurde von Grund auf renoviert. Erneuert wurde u.a. die elektrische Anlage und es wurden Sektionaltore eingebaut. Die Kameraden beteiligten sich mit insgesamt 822 freiwilligen Stunden.

2000  
Es gehören der FFw Gröditz 53 Kameradinnen und Kameraden an. Die Wehrleitung bilden Oberbrandmeister Bernd Johne (Wehrleiter) und Hauptlöschmeister Ralf Wegner (Stellv. Wehrleiter) Wehrausschuss: Hauptlöschmeister Wolfgang Wenzel (Jugendfeuerwehrwart), Hauptlöschmeister Wilfried Fichtner (Gerätewart), Löschmeister Karsten Scholz (Sicherheitsbeauftragter) sowie Hauptlöschmeister Carsten Uhlig und Hauptlöschmeister Pierre Modla.

2002  
Beim Augusthochwasser 2002 wurde durch die Feuerwehr, bei Hochwasserabwehrmaßnahmen wie Keller und Straßenzüge abpumpen,  Kontrolle von Dämmen und Wasserbauwerken im Stadtgebiet, 668 Einsatzstunden geleistet. Im Katastrophengebiet an der Elbe in Gohlis, Röderau-Süd und Röderau wurden 1380 Einsatzstunden durch die Gröditzer Kameraden geleistet.

Baustelle für das neue Gerätehaus
Baustelle für das neue Gerätehaus

10.11.2003
Der symbolische erste Spatenstich zur Erweiterung des Gerätehauses wurde durch den Wehrleiter Kamerad Johne, dem Bürgermeister Herrn Bölke und Herrn Kluge vom gleichnamigen Bauplanungsbüro vollzogen. Die Erweiterung wird durch die für 2006 geplante Anschaffung eines Drehleiterfahrzeuges DLK 23/12 notendig.


28.08.2004
Mit einem Tag der offenen Tür wird das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Gröditz begangen.

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23.10.2004  
Das erweiterte Gerätehaus wurde vom Bürgermeister Herrn Bölke an die Kameraden der Wehr übergeben.


13.10.2006 Übergabe der neuen Drehleiter DLK 23 / 12 auf MAN 15.285 LC Fahrgestell. Das neue Fahrzeug wurde von der Firma Metz Aerials GmbH hergestellt und ist die 3. Drehleiter im Landkreis Riesa-Großenhain.

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Drehleiter DLK 23 / 12, Baujahr 2006, Fahrzeugtyp MAN 15.285 LC, Aufbauhersteller Metz Aerials GmbH, Kosten 509 970,80 €

26.05.2007 Mit dem Leiterfest wird der Gröditzer Bevölkerung die neue Drehleiter vorgestellt. Bei einem Tag der offenen Tür, einer Alarmparade mit 30 Fahrzeugen durch Gröditz, einer Ausstellung auf dem Marktplatz und einer großen Schauübung am Einkaufscenter könnten sich die Gröditzer Bürger über das Feuerwehrwesen informieren. Gleichzeitig fand der 6. Pokallauf der Gruppenstafette mit 19 Mannschaften statt.

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Beim Leiterfest am 26.05.2007 wurde alles was Sprossen hatte ausgestellt, erläutert und vorgeführt. Ein Höhepunkt war zweifelsfrei das beeindruckende Leiterpanorama auf dem Marktplatz.