Geschichte

Die Geschichte der Stadt Gröditz beginnt mit der dauerhaften Besiedlung des fruchtbaren Röderlandes im 1. Jahrhundert n. Chr. durch den Germanenstamm der »Hermunduren«. Etwa im 7. Jahrhundert wurde in diesem Gebiet der sorbische Stamm der »Daleminzer« sesshaft. Die Bezeichnung »Grod«, Teil der damaligen Ortsbezeichnung, bedeutet »Burg«.

Nach der Rückeroberung des Siedlungsraumes durch die Deutschen im 12. Jahrhundert und der Ansiedlung von Bauern aus Franken, dem Rheinland und den Niederlanden entwickelte sich Gröditz zu einem typischen Straßendorf. Es gehörte innerhalb der Markgrafenschaft Meißen zur Rittergutsherrschaft Saathain.

Die Bestimmung der urkundlichen Ersterwähnung ist schwierig. Als wahrscheinlich gilt das Jahr 1217. Urkunden aus den Jahren 1217, 1226 und 1229 erwähnen eine Person, die sich nach Gröditz nannte.

Das Gröditzer Wappen

Wappen Gröditz

Das Gröditzer Stadtwappen ist viergeteilt. Es zeigt links oben einen goldene Ähre auf rotem Grund, links unten eine französische Lilie auf blauem Grund; rechts oben einen schwarzen  Amboss mit Hammer auf goldenem Grund sowie rechts unten eine rote Rose auf weißem Grund.

Die Ähre versinnbildlicht das agrarisch geprägte Umland, Hammer und Amboss die bis 1780 zurückreichende Eisenverarbeitung. Die historischen Besitzverhältnisse werden durch die Lilie (Linie von Köckeritz) sowie die Rose (Rose des Grundherren Schleinitz) symbolisiert.

Im Jahr 1983 wurde das Stadtwappen neu gestaltet. Bis dahin war das Familienwappen des Begründers des Gröditzer Eisenwerkes Graf Detlev Carl von Einsiedel Symbol der Stadt.