Industriestadt - 1967 bis 1989

1967

Am 07. Oktober 1967 erhält Gröditz das Stadtrecht.

Der Gröditzer Busbahnhof wird feierlich übergeben.

1968-1971

Das Wohngebiet Ernst-Thälmann-Straße (heute Fröbelstraße) erweitert sich 1968, neue Wohnungen in 4 „Gasblöcken" werden an die Mieter übergeben. Der Wohnungstyp wurde mit vollgasbeheizten Küchen und Bädern ausgestattet. Am Kanal werden der „Lange Block" und am „Schwarzer Weg" ein weiterer Wohnblock errichtet. Es entstehen eine neue Kindereinrichtung (heute Kita „Sonnenland") und 1969 eine HO Verkaufstelle (heute EDEKA) mit 360 qm Verkaufsfläche.

Es erfolgt 1968 der Bau einer neuen Wasserleitungstrasse zur Versorgung der Bevölkerung vom Wasserwerk Frauenhain zum Wasserturm in Gröditz.

Das Gröditzer Einkaufszentrum auf dem Anton-Günther-Weg öffnet seine Pforten 1968 nach mehrwöchiger Umbauzeit.

Die feierliche Übergabe der II. Oberschule mit 16 modern ausgestatteten Klassenräumen erfolgt am 13.12.1968.

Die Turnhalle an der I. Oberschule (heute Grundschule) kann gebaut und 1971 endlich eingeweiht werden.

Das Gröditzer Freibad wird ab 1968 stufenweise rekonstruiert, zuerst erfolgt der Bau eines Plansch- und Nichtschwimmerbeckens, danach der Bau des Schwimmerbeckens und zuletzt schließt sich ein Sprungbecken mit Turm an.

Seit Oktober 1969 bestehen nachhaltige Beziehungen zwischen Gröditz und der französischen Stadt Jarny.

Anlässlich des 20. Jahrestages der DDR werden die Dorf- und Prösener Straße am 05.10.1969 in Juri-Gagarin-Straße (heute Hauptstraße) umbenannt.

Gruppen und Vereine gründen sich - „Ziergeflügel und Exoten Gröditz e.V." (1969);

Frauen-Feuerwehr-Gruppe (1969); „Wasserrettungsdienst Gröditz" (1971).

1972-1977

Eine neue Arztpraxis auf der Karl-Marx-Straße (heute Marktstraße neben altem Postgebäude) kann 1972 an die Bevölkerung übergeben werden.

Die Konsumverkaufstelle „Pferdestall" (heute EHW-Küchenstudio) öffnet am 31. 01. 1973.

Das Gröditzer Krankenhaus am Eichenhain wird nach Fertigstellung des Kreiskrankenhauses Riesa geschlossen und ab 1973 als Pflegeheim genutzt.

Am 03.10.1972 kann Charlotte Krüger, Kranfahrerin aus dem VEB Stahl- und Walzwerk Gröditz, in Leningrad ein Schiff der Deutschen Seereederei auf den Namen "Gröditz" taufen.

Der erste Baggerhub an der neuen Sport- und Schwimmhalle (1973) erfolgt - Einweihung ist 1977.

Die Produktionshalle für die EKO (Erstlings- und Oberbekleidungswerk Oschatz) wird 1974 errichtet.

Grundsteinlegung für die Gaststätte „Am Eichenhain" erfolgt 1973, Eröffnung ist 1975.

Der Fußballer Ralf Minge wechselt 1974 vom Fußballverein Prösen zur TSG Gröditz.

1972/1973 entstehen die Gebäude der PGH „Einheit" auf der Karl-Marx-Straße, später hat das VW Autohaus dort seinen ersten Sitz

Der langjährige Bürgermeister Willi Lehmann beendet 1973 seine Amtszeit, die Nachfolge im Rathaus tritt Klaus Erdmann an. Die Stadtverordnetenversammlung wählte ihn Anfang 1974 als neuen Vorsitzenden des Rates der Stadt Gröditz.

Ab 1973 wird das Arbeiterwohnheim des Zellstoffwerkes genutzt und ab 1975 das des Stahlwerkes (heute ASB - Betreutes Wohnen an der Riesaer Straße)

Am Eichenhain entstehen 15 neue Eigenheime, die Versorgung mit Energie sichert das Zellstoffwerk. An der Windmühlenstraße konnten 11 neue Eigenheime bezogen werden.

Die Sport- und Schwimmhalle am Eichenhain kann am Nationalfeiertag der DDR 1977 eröffnet werden.

1978-1989

Werner Jeschke wird 1978 neuer Bürgermeister von Gröditz.

Im Wohngebiet Wainsdorfer Straße (auch Musikerviertel genannt) entstehen bis 1981 etwa 1100 Neubauwohnungen. Neben den Wohnungen werden weiterhin gebaut: 1 neue Schule mit Turnhalle, eine kombinierte Kindereinrichtung (Krippe und Kindergarten), eine Konsum-Kaufhalle sowie ein Dienstleistungsgebäude mit Friseur, Poststelle u.a. Einrichtungen. Durch die Eröffnung der Poststelle 1983 wird Gröditz in 2 Postbezirke geteilt.

Die Grundschule erhält 1979 den Namen „Paul Behr", er war erster gewählter Bürgermeister von Gröditz nach dem Ende des 2. Weltkrieges.

Im August 1979 besucht der Kosmonaut Sigmund Jähn die Stadt Gröditz.

Die II. Oberschule an der Wainsdorfer Straße erhielt bereits im März des Jahres seinen Namen.

Im Jahr 1981 wird die Eisenbahnstrecke zwischen Zeithain und Elsterwerda nach zweigleisigem Ausbau in Betrieb genommen.

Die Stadtversammlung beschließt im Dezember 1982 das jetzt gültige Stadtwappen. Am 11.06.1983 wird dieses am Rathaus enthüllt.

1983 begeht Gröditz die „600-Jahr-Feier". Nach damaliger Erkenntnis wurde der Ort im Jahre 1383 erstmals urkundlich erwähnt.

Die III. Oberschule im Neubaugebiet Wainsdorfer Straße erhält 1982 den Namen „Armin Walther". Er lebte von 1896 bis 1969, war Mitglied der SPD und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Im Neubaugebiet an der Hauptstraße Richtung Prösen beginnen 1989 die Arbeiten für den Wohnungsbau

Andreas Bölke wird im September 1989 aufgrund des plötzlichen Todes von Bürgermeister Werner Jeschke zum Stadtoberhaupt gewählt.

Es erfolgt 1989 die Grundsteinlegung für die Neuapostolische Kirche auf der Großenhainer Straße.

Die Firma Heizung- und Sanitärtechnik Henry Wendt gründet sich 1989 mit 2 Mitarbeitern.