Wiedervereinigung 1990 -1999

1990-1994

Am 06. Mai 1990 erfolgt die erste demokratische Wahl des Stadtparlaments, alter und neuer Bürgermeister ist Andreas Bölke (parteilos).

Im September 1990 unterzeichnen die Bürgermeister von Linkenheim-Hochstetten und Gröditz einen Partnerschaftsvertrag.

1992 wird ein Partnerschaftskomitee zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Partnerstädte Jarny, Linkenheim-Hochstetten und Gröditz gegründet.

Das Stahlwerk muss viele Beschäftigte entlassen, das Zellstoffwerk stellt am 03. Januar 1991 die Produktion ein. In einer 1991 gegründeten Arbeitsförderungsgesellschaft (AFG) können die Entlassenen zunächst weiter beschäftigt werden.

Am 31. Juli 1991 stellt die EKO (Erstlings- und Oberbekleidungswerk Oschatz) ihre Produktion im Betriebsteil Gröditz ein.

Das Qualifizierungszentrum und die Sächsische Bauunion gründen sich, herausgelöst aus dem Stahl- und Walzwerk.

Der ehemalige Gröditzer Siegfried Richter ruft im Oktober 1992 die Initiative "Gröditz soll schöner werden" ins Leben. Viele Hausbesitzer beteiligen sich daran. Die besten Teilnehmer erhielten für die Sanierung ihrer Häuser einen Preis von Herrn Richter. Am Ende erhielten 340 Hausbesitzer Zuschüsse.

Der Bürgermeister verleiht am 15. November 1992 dem in Gröditz geborenen Siegfried Richter anlässlich seines 70. Geburtstages die Ehrenbürgerrechte der Stadt.

1992 erfolgt die Einrichtung eines Aussiedlerheimes an der B 169 Richtung Riesa.

Das neue VW-Autohaus (1993) und das Renault-Autohaus (1994) öffnen an der Hauptstraße Richtung Prösen. Die neuen Einkaufsmärkte LIDL (1993) und ALDI (1994) erhalten Filialen in Gröditz.

Das Fahrradgeschäft JABS (1991) in der Bahnhofstraße und das TECHNIK ECK (1994) auf der Großenhainer Straße öffnen.

In der "Röderbrücke" versorgt ab 1994 einen neue Apotheke die Bevölkerung mit Medikamenten.

Viele Vereine gründen sich neu, u.a.

Heimatverein zur Erforschung der sächsischen Stahlwerke, Unternehmen Gröditzer Stahlwerke GmbH (1992),

Gröditzer Schützenverein e.V. (1991),

Jugend- und Freizeitzentrum e.V. (1991),

Super Dance Club (1992), eingetragener Verein bereits seit 1996

Jugendhilfe Gröditz e.V. (1992)

Zum 01. Juli 1993 erfolgt die Umbenennung folgender Gröditzer Straßen -   Juri-Gagarin-Straße in Hauptstraße, Ernst-Thälmann-Straße in Fröbelstraße, Karl-Marx-Straße in Marktstraße, Friedrich-Ebert-Straße in Rathausstraße, Rosa-Luxemburg-Straße in Am Kanal, Karl-Liebknecht-Straße in Lange Straße, Georgi-Dimitroff-Straße in Schulstraße, August-Bebel-Straße in Elsterwerdaer Straße, Bruno-Lehmann-Straße in Heinrich-von-Kleist-Straße und Friedrich-Engels-Straße in Lessingstraße

Zum Stadtfest "Gröditz live2" und der überregionalen Wirtschaftsschau Sachsen/Brandenburg gemeinsam mit der Stadt Elsterwerda kommen im Jahr 1993 ca. 21 000 Besucher.

1994 finden die Stadtrats- und Bürgermeisterwahlen statt. Andreas Bölke wird erneut zum Stadtoberhaupt gewählt.

Die Stadtbibliothek öffnet 1994 in den Räumen der Kindertagesstätte "Sonnenland".

Der neugestaltete Marktplatz wird zur Nutzung freigegeben.

Das Gelände um die ehemalige EKO (Erstlingsbekleidungswerk Oschatz) wird ab 1994 zu einem Einkaufs- und Dienstleistungszentrum umgebaut. Heute ist darin u.a. REWE beherbergt.

Im Dezember 1994 erfolgt der erste Spatenstich für das Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße (Rödermeile und Möbelmarkt) durch den Bürgermeister.

Eine Filiale der Volksbank öffnet 1994 in Gröditz.

Es beginnen 1993 der Abriss der Poliklinik, 1994 der Sportanlagen "Stadion Windmühlenstraße" (heute Wohnpark "Am alten Stadion") und 1994 des Gasthofes "Richter" (heute Zufahrt zu REWE).

Auf dem Gelände der ehemaligen Poliklinik entstehen ab 1994 ein neues Pflegeheim unter Trägerschaft des ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) und neben dem Rathaus eine neue Sparkasse.

Die neue Aktion von Siegfried Richter  - "Eine Region blüht auf" - wird 1994 ins Leben gerufen. Neue Arbeitsplätze sollen durch Förderung der Neugründung von Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen geschaffen werden. Herr Richter stellt nach 1-jähriger Existenz pro Firmengründung einen Förderbetrag von 10.000 € für insgesamt 25 Jungunternehmer zur Verfügung.

1995

Mit der offiziellen Grundsteinlegung am 06. Dezember beginnt der Bau für das Hotel "Spanischer Hof", welches Siegfried Richter errichten lässt.

Das "Einkaufszentrum am Markt" öffnet, in diesem befindet sich die erste Rolltreppe im Landkreis Riesa-Großenhain.

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Gröditz (KWG) gründet sich. Alleiniger Gesellschafter ist die Stadt.

Der Möbelmarkt AMT auf der Bahnhofstraße öffnet und die MINOL-Tankstelle auf der Großenhainer Straße schließt.

In Gröditz wird ein Frauenchor unter Leitung Karl Richter aus Diesbar-Seußlitz gegründet.

Den Rathausvorplatz ziert ein neuer Springbrunnen, die Figur stellt ein Mädchen mit Fischen im Arm dar.

Mit der Erneuerung der B 169 im gesamten Ortsbereich wird begonnen.

1996

Im Mai öffnet die SPRINT-Tankstelle neben dem VW-Autohaus auf der Hauptstraße.

Die neue Produktionsstätte der Bäckerei Raddatz im Gewerbegebiet Ost lädt zum "Tag der offenen Tür".

Die Erschließung des Industriegebietes West (ehemaliges Zellstoffwerkgelände) beginnt.

Das Wahrzeichen von Gröditz, der Wasserturm, erhält eine farbliche Neugestaltung der Aussenfassade.

Der "Spanische Hof" feiert Richtfest und in der Lauchhammer Kunstguss und Co KG werden die drei Glocken für den Glockenturm des Hotels gegossen.

Am Radweg nach Frauenhain beginnen die Bauarbeiten.

Die Metalllbau Petzold GmbH gründet sich und die Druckerei Olenizak & Holota beginnt ihre Tätigkeit, sie ist Herausgeber des Röder-Journals.

1997

Es gründen sich u.a. folgende Vereine - Verein zur Förderung der Mittelschule "Siegfried Richter"; Gröditzer Wanderverein e.V.; Förderverein der Gröditzer Industrie- und Gewerbetreibenden e.V.

Die Gaststätte "Finkenschenke" am Nordrand und die Pizzeria "Donna Fugata" auf der Bahnhofstraße öffnen nach umfangreichen Umbauarbeiten.

Das Hotel "Spanischer Hof" wird offiziell mit einer großen Fiesta eröffnet.

Die Stadt startet mit der Aktion "Fahrradcodierung", um die Diebstähle zurückzudrängen.

1998

Die neue Initiative von Siegfried Richter - "Gewerbegrundstücke zum Nulltarif" - startet, Herr Richter bietet Gewerbeflächen in den Gebieten Riesaer Straße und Zellstoffwerk an.

Das ASB-Pflegeheim auf dem Gelände der ehemaligen Poliklinik in der Bahnhofstraße wird in Betrieb genommen (Baubeginn war 1997).

Die Rekonstruktionsarbeiten an der ehemaligen kaufmännischen Verwaltung des Stahlwerkes werden beendet, im Inneren entstanden kleine Wohnungen für das Betreute Wohnen.

Die ersten Eigenheime auf dem Gelände des Gemüsekombinates (Großenhainer Straße) werden gebaut und ein neuer Baustandort für Eigenheime am Eichenhain erschlossen.

Der Rückbau des Gröditzer Freibades beginnt und wird 1999 weitestgehend abgeschlossen.

Gröditz feiert 250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda.

1999

Erstmals werden ABC-Schützen aus der Gemeinde Nauwalde in der Gröditzer Grundschule eingeschult.

Vereine gründen sich - u.a. Freundeskreis der Gröditzer Sport- und Schwimmhalle e.V.; Garagengemeinschaft Am Eichenhain Gröditz e.V; Gröditzer Modellbauclub 99 e.V.

Das Obdachlosenheim an der Hirselache schliesst, die Aufgaben übernimmt eine Einrichtung der Stadt Riesa.

Die Stadt präsentiert sich im Internet unter www.groeditz.de

Der Einkaufsmarkt NORMA eröffnet eine Filiale in der Stadt. Im Markt befinden sich noch Filialen der Fleischerei Gebr. Arnold aus Kraupa und der Bäckerei Raddatz.